Ba Gua Zhang

Ba Gua Zhang ist eine der drei klassischen inneren Kampfkünste Chinas. Charakteristisch sind die Schritte in alle 8 Himmelsrichtungen, lange spiralförmige Bewegungen und das sogenannte "Kreisgehen". Es ist ein rein taoistisches Übungssystem. Während die anderen beiden klassischen Kampfkünste für die große Ozeanwelle (Tai Chi Chuan) und den Blitz (Hsing Yi Chuan) stehen, symbolisiert das Ba Gua Zhang bei den Naturkräften den Tornado. Genauso schnell, verwirrend und schlagkräftig sind die nicht ganz einfach zu erlernenden Techniken und Schrittfolgen des Ba Gua Zhang.

Ba Gua = Acht Trigramme
Zhang = (offene) Hand


Bagua Zhang heisst demnach soviel wie die "Kampfkunst nach den acht Trigrammen (Ba Gua), die die offene Hand (Zhang) benutzt". Gemeint sind die acht Trigramme aus dem altchinesischen Weisheitsb
uch der Wandlungen (Yijing), sie implizieren die ständige Bewegung, den Wandel der Technik. Sie paßt sich laufend den jeweiligen Umständen an.
Das Kennzeichen, das jedem Betrachter sofort auffällt, ist das Laufen im Kreis. Die Beine des Übenden sind nicht statisch, sondern in Bewegung. Die einzelnen Techniken entspringen der Kreisbewegung des Übenden. Sie sind selbst wieder Kreise. Ähnlich der Erde, die um die Sonne kreist und sich dabei auch um sich selbst dreht, so drehen sich bei Ba Gua Zhang nicht nur der Körper um das Zentrum, sondern auch die anderen Teile des Körpers, vornehmlich die Arme und Hände, um ihre eigenen Achsen. Die Bewegungen sind fließend. Grenzen zwischen den einzelnen Formen sind nicht erkennbar. Im Gegensatz zu den beiden anderen inneren Kampfkünsten sind stehende Übungen kaum verbreitet. Das Laufen im Kreis ist die Fortentwicklung der stehenden Übungen und des Laufens auf einer Geraden.

Durch die vielen Drehbewegungen wird zunächst das Gefühl für Qi entwickelt. Parallel dazu wird durch die Gehübungen der Körper gekräftigt. Später lernt der Übende harte Kraft (Ganjing) von weicher Kraft (Roujing) zu unterscheiden. Fortgeschrittene wenden harte und weiche Kraft zusammen an, wie bei Hsing Yi Chuan und Tai Chi Chuan. Am Schluß der Entwicklung steht wieder die Einheit von Form und Vorstellungskraft (Hsing und Yi). In der Selbstverteidigung kommen die Kreisbewegungen sowohl als ableitende, als auch als angreifende Techniken zum Einsatz. Im Gegensatz zu Hsing Yi Chuan sind Angriffe nie direkt, sondern sie umgehen den Gegner und versuchen oft ihn von hinten zu attackieren. Durch schnelles Gehen steht der Bagua Kämpfer immer an Stellen, wo ihn der Gegner nicht erwartet - auch gibt es für einen Ba Gua-Übenden keinen toten Winkel. Der Kämpfer ist nicht auf bestimmte Techniken fixiert, sondern paßt sich der Umgebung an. Wandelt sich die Umgebung, so wandelt sich die Technik. Eine Besonderheit von Ba Gua Zhang ist, daß der Kampf gegen mehrere Gegner besonders intensiv trainiert wird.

 

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Wichtiger Hinweis:

Ba Gua Zhang unterrichte ich zur Zeit nicht.